Sonntagsöffnung Souvenirgeschäfte
Nachdem München mit knapp 20 Mio. Übernachtungen (2025) und über 90 Mio. Tagesbesuchern bei 1,6 Mio. Einwohnern die wichtigsten Bedingungen für eine Öffnung von Souvenirgeschäfte auch an Sonntagen nach § 5 BayLadSchlG („Verkauf in Kur- Erholungs-, Wallfahrts- und Ausflugsorten“) mehr als jeder andere Standort in Bayern übererfüllt und durch die Neuregelung des Bayerischen Ladenschlussgesetz frühere Bedenken ausgeräumt wurden, hat CityPartner am 1. August 2025 auch für München die Öffnung für Verkaufsstellen zur Abgabe von Tourismusbedarf an Sonntagen entsprechend den Vorgaben des neuen Bayerischen Ladenschlussgesetz (BayLadSchlG) beantragt.
Nach vielen Jahren mit kontroversen Diskussionen im Stadtrat, hat dieser im Dezember 2025 endlich unserem Antrag für die Münchner Altstadt zugestimmt.
Die neue „Münchner Ladenschlussverordnung“ ist am 1. Februar 2026 rechtskräftig in Kraft getreten. Nach dieser gilt jetzt:
„In Fußgängerbereichen der Altstadt der Landeshauptstadt München dürfen Verkaufsstellen für die Abgabe von Tourismusbedarf im Sinne des Art. 5 Abs. 4 BayLadSchlG mit Ausnahme von Bade- und Sportzubehör an Sonn- und Feiertagen im Zeitraum zwischen 01. April und 15. Oktober sowie an den vier Adventssonntagen in der Zeit von 11.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein."
- Ausgenommen davon ist der Feiertag Karfreitag.
- Fällt der 4. Adventssonntag auf Heiligabend, darf nur bis 14 Uhr geöffnet sein.
Tourismusbedarf ist nach § 5 Abs. 4 des neuen Bayerischen Ladenschlussgesetz (BayLadSchlG):
„Tourismusbedarf sind Lebens- und Genussmittel zum sofortigen Verzehr, Schnittblumen, Zeitungen, Zeitschriften, Devotionalien, Bade- und Sportzubehör, sofern dies der touristischen Ausrichtung des jeweiligen Verkaufsortes entspricht, sowie Andenken geringen Wertes und für die Region kennzeichnende Waren.
Für die Region kennzeichnend sind Waren, die in der Region des Verkaufsortes als Spezialität hergestellt oder gewonnen werden, auf die Region des Verkaufsortes besonders Bezug nehmen oder für die Landschaft oder Kultur der Region des Verkaufsortes besonders typisch und charakteristisch sind.“
CityPartner trauert um Gründungsmitglied und langjährigen Schatzmeister Michael Krines

(Bild: CityPartnerMünchen)
Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod unseres Gründungsmitglieds und langjährigen Schatzmeisters Michael Krines erfahren.
Als engagierter Einzelhändler war Michael Krines gemeinsam mit Georg Randlkofer und Heinrich Hugendubel eine treibende Kraft bei der Gründung von CityPartner im Jahr 2004. Von Anfang an war er im Vorstand aktiv und prägte viele Jahre lang als Schatzmeister die Arbeit unseres Vereins entscheidend mit. Bis heute war Michael Krines Ehrenmitglied des Vorstands.
Für sein unermüdliches Engagement für den Einzelhandel und seinen Einsatz für das Wohl der Stadt München wurde Michael Krines mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Am Nachmittag des Freitag, 4. April 2025, kam Michael Krines nur wenige Wochen nach seinem Geburtstag Mitte März bei einem tragischen Unfall während einer Rennradtour ums Leben.
Mit ihm verlieren wir nicht nur einen engagierten und geschätzten Mitstreiter, sondern auch einen einmaligen Menschen und guten Freund.
Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Nina Hugendubel und der Vorstand
Wolfgang Fischer und die Geschäftsstelle
Münchner Innenstadt nicht nur „Schaufenster“, sondern auch „Motor“ der Stadt !
Neues Gutachten "Münchner Innenstadt - Status quo und Perspektiven des Wirtschaftsstandorts"
Wie CityPartnerMünchen immer thematisiert hat, ist die Münchner Innenstadt nicht nur "Herz" und "Schaufenstern", sondern auch "Motor" der bayerischen Landeshaupstadt und daher einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Stadt.
Aber auch die Münchner Innenstadt befindet sich im Wandel und ist mit den Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert. Allesdings ist bei Gesprächen, Anhörungen, Workshops, Ortsterminen, Runden Tischen oder Konzeptentwürfen zur Zukunft der Münchner Innenstadt immer wieder festzustellen, dass die Belange der Wirtschaft und die Dimension, Vielfalt und Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Innenstadt nicht immer in gebührendem Maße bekannt oder berücksichtigt sind.
Um bei allen Konzepten und Maßnahmen im innerstädtischen Kontext dafür zu sorgen, dass Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung die notwendige Aufmerksamkeit bekommen, hat Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner und sein Referat für Arbeit und Wirtschaft im vergangenen Jahr das Institut für Handelsforschung (IFH KÖLN) und die Agentur Stadt + Handel (Hamburg) mit einem Innenstadtgutachten mit ökonomischem Schwerpunkt beauftragt. Dieses Projekt wurde zudem aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms mit Mitteln des Freistaats Bayern gefördert.
Wir haben es seitens CityPartnerMünchen sehr begrüßt, dass dabei insb. der wichtige Aspekt der Wertschöpfung und deren Bedeutung - auch für die Stadt - im Fokus stand und haben daher das Gutachten und die Gutachter von Beginn an mit Informationen, Kontakten oder auch Ortsbegehungen unterstützt und begleitet.
Das neue Innenstadtgutachten wurde am 21. März 2024 im Rahmen der zweiten Innenstadtkonferenz des Referats für Arbeit und Wirtschaft, an der wir seitens CityPartnerMünchen erneut mitgewirkt haben, in Anwesenheit von Politik und Verwaltung veröffentlicht und den Medien vorgestellt.
Neben der Anlayse des beeindruckenden Ist-Zustands (über 5.000 Wirtschaftsakteure und 100.000 Beschäftigte allein innerhalb des Altstadtrings !) umfasst die Studie auch die Ergebnisse einer Bevolkerungs- und Besucher- sowie einer Unternehmensbefragung. Dadurch können neben Fakten z.B. zur Verkehrsmittelwahl, zur Herkunft oder dem Ausgabeverhalten von Besuchern, sowohl Stärken der Münchner Innenstadt als auch Handlungsbedarfe aus Sicht der Besucher und der Unternehmen aufgezeigt werden.
Bei Interesse können Sie den kompletten 140-seitigen Ergebnisbericht des neuen Innenstadtgutachtens "Münchner Innenstadt – Status quo und Perspektiven des Wirtschaftsstandorts", des Referats für Arbeit und Wirtschaft unter: https://www.wirtschaft-muenchen.de/produkt/muenchner-innenstadt-status-quo-und-perspektiven/ herunterladen
„nachtschwärmer“ pausiert
Anders als in anderen Bundeländern haben wir in Bayern enorme Hürden und Herausforderungen zur Genehmigung einer Shopping-Nacht. All diese bürokratischen Vorgaben gibt es in anderen Bundesländern nicht und verursachen in einer Großstadt einen erheblichen Aufwand und vor allem enorme Kosten. CityPartnerMünchen hat trotz alledem bis zur Corona-Pandemie mit enorm positiver Resonanz und fast 3 Mio. Besuchern insgesamt 13 "nachtschwärmer"-Veranstaltungen organisieren können, aber musste im letzten Jahr, wie alle Veranstalter feststellen, dass die Kosten insb. für Bühnen, Bühnentechnik und insb. Security nach der Pandemie nicht nur gestiegen, sondern z.T. regelrecht explodiert sind.
Gleichzeitig sollen, bei der derzeit laufenden Novellierung des bayerischen Ladenschlussrechts, erhebliche Vereinfachungen und Erleichterungen für die Genehmigung von Shopping-Nächten nun endlich auch in Bayern erfolgen. Nach den vorliegenden Informationen werden diese Neuregelungen jedoch vorauss. nicht mehr in diesem Jahr in Kraft treten
Angesichts den für einen Verein, nach den derzeit geltenden Genehmigungsvoraussetzungen, nicht mehr vertretbaren finanziellen Aufwendungen und Risiken, hat der Vorstand von CityPartnerMünchen e.V. beschlossen, nach 14 Shopping-Nächten seit 2007 in 2024 zu pausieren, also keine „nachtschwärmer“-Veranstaltung am 25.10.2024 durchzuführen, um dann – nach in Kraft treten der neuen gesetzlichen Regelungen – im kommenden Jahr das Projekt „Shopping-Nacht“ in der Münchner Innenstadt mit neuem Konzept fortzuführen.
Münchner City-Befragungen 2023
„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“
(Philip Rosenthal – Unternehmer und Politiker)
Die Münchner Innenstadt ist nach wie vor das größte „Einkaufs-Zentrum“ Bayerns. Doch wie steht es nach der Pandemie um den Handel in der Münchner Innenstadt? Wie sehen die Münchnerinnen und Münchner und unsere Gäste aus der Region die Innenstadt? Was gefällt oder was wird vermisst – und wie urteilen die Handelsunternehmen über ihre Stadt?
Nachdem für München zu diesen Fragen nur überholte Untersuchungen aus der Vor-Corona-Zeit vorlagen, haben CityPartnerMünchen e.V. , der Handelsverband Bayern e.V. und die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel die BBE Handelsberatung mit einer KonsumentInnenanalyse und einer Befragung der Handelsunternehmen der Münchner Innenstadt beauftragt. Ziel der Befragung war die Erfassung der Stärken und Schwächen der Münchner Innenstadt, um daraus Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten. Unterstützt wurde das Projekt vom Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München.
In einer Pressekonferenz haben am 11. Mai unsere Vorsitzende Nina Hugendubel, Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner, Michaela Pichlbauer (Vorständin Günther Rid Stiftung), Wolfgang Puff (Hauptgeschäftsführer Handelsverband Bayern) und Dr. Johannes Berentzen (Geschäftsführer BBE-Handelsberatung) die Ergebnisse der beiden Befragungen vorgestellt.
Im Gegensatz zu anderen Studien wurden erstmals unabhängig voneinander Konsumenten als auch Händler befragt. Beide bestätigten die besondere Attraktivität der Münchner Innenstadt. Die Studie zeigt, dass gerade junge Menschen entgegen dem allgemeinen Trend die München Innenstadt häufiger besuchen, als noch vor fünf Jahren. (43 Prozent). Auf der anderen Seite fährt über ein Drittel der Befragten seltener in die City. Als Gründe für selteneren Besuch wurden insb. eine abnehmende Attraktivität der Innenstadt sowie häufigere Online-Käufe genannt. Nur 16 Prozent nannten Homeoffice als Grund.
Immerhin 89 Prozent gaben jedoch an, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem letzten Innenstadtbesuch waren. Besonders gut gefällt die Atmosphäre, die Einkaufmöglichkeiten, die Angebotsvielfalt und das Gastronomieangebot. Hauptgründe für einen Innenstadtbesuch waren Shopping, Treffen mit Freunden, ein Stadtbummel sowie Arzt- und Gastronomiebesuche. Die Besucher der Innenstadt wünschen sich neben vielen Fachgeschäften vor allem flexible Öffnungszeiten sowie verkaufsoffene Sonntage und Shoppingnächte. Bemängelt werden u.a. mangelnde Sauberkeit und fehlende Parkplatzangebote.
Auf der Handelsseite sind drei Viertel der befragten Unternehmen mit ihrem Standort zufrieden bzw. sehr zufrieden. Gründe hierfür sind insb. Sicherheit und Ordnung, die Aufenthaltsqualität, die Passantenfrequenz sowie das Geschäfts- und Gastonomieumfeld. Positiv bewertet werden ebenso die zentrale Lage, die gute ÖPNV-Erreichbarkeit sowie die Fußgängerzone und das hochwertige Umfeld. Kritik übten die Händler insbesondere an Baustellen und Sperrungen in der Innenstadt, der Parkplatzsituation, der Erreichbarkeit mit dem PKW sowie an der Sauberkeit. Die Unternehmen wünschen sich, dass die Erreichbarkeit mit dem PKW nicht weiter einschränkt wird und Baumaßnahmen erheblich reduziert und besser koordiniert werden. Zwei Drittel der Unternehmen hatten in den letzten beiden Jahren Kontakt mit der Stadtverwaltung als Genehmigungsbehörde. Mehr als die Hälfte empfanden ihren Kontakt zwar als freundlich, aber auch mühsam. Verbesserungspotenziale liegen nach den Ergebnissen dabei insb. bei der Lösungsorientierung und einer zeitnahen Bearbeitung.
Dazu Nina Hugendubel:
„Als Vorsitzende von CityPartner und Münchner Unternehmerin freue ich mich über die sehr positive Bewertung der Angebotsvielfalt des Handels und Gastronomie in der Innenstadt und insbesondere, dass - entgegen so manchen Unkenrufen - gerade viele junge Menschen jetzt wieder häufiger in unsere Innenstadt kommen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, was unseren BesucherInnen und ebenso den Unternehmen wichtig ist und wo es bei der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und der Erreichbarkeit noch hapert. Hier zeigen uns beide Befragungen die notwendigen „Hausaufgaben“ und Verbesserungspotenziale der Stadt. Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen investieren wir Unternehmen regelmäßig in die Attraktivität und den Erlebnischarakter unserer Geschäfte und Gastronomiebetriebe. Angesichts des Standortwettbewerbs müssen mit Umfeld und Erreichbarkeit auch die erforderlichen, übergeordneten Rahmenbedingungen stimmen, damit die Menschen aus der Stadt und unserem Einzugsgebiet auch zukünftig gerne in Münchens „gute Stube“ kommen."
Denn die Münchner Innenstadt ist Schaufenster und Motor der bayerischen Landehauptstadt. Hier treffen die vielfältigsten Nutzungen aufeinander. Sie ist Arbeitsort für über 70.000 Beschäftigte, Wohnumfeld und zugleich Ziel für Millionen Besucher aus der Stadt, dem Einzugsgebiet und von Touristen aus aller Welt. Als branchenübergreifende Unternehmensvereinigung der Münchner Innenstadt nimmt CityPartner die Ergebnisse der beiden Befragungen sehr ernst. Sie zeigen uns anschaulich, wo aus Sicht der Münchnerinnen und Münchner, unserer Gäste aus der Region sowie der Handelsunternehmen der Innenstadt Handlungsbedarf besteht. Alle Akteure sollten diese Hinweise nun aufgreifen und gemeinsam an Lösungen für die aufgezeigten Defizite arbeiten.
Dies betonte auch Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner in seinem Statement: „Die Münchner Innenstadt ist trotz herausfordernder Zeiten weiter ein attraktives Zentrum, das zum Einkaufen, Bummeln und Konsumieren einlädt. Dies haben die vorliegenden City-Befragungen bestätigt. Die aufgezeigten Verbesserungspotentiale aus Konsumenten- und Händlersicht liefern uns wichtige Hinweise, wo wir als Stadt zukünftig noch etwas genauer hinschauen und mit geeigneten Maßnahmen ansetzen müssen, um diese Attraktivität zu sichern. Die Vorschläge aus der Studie greifen wir gerne auf. Gerade hinsichtlich Baustellen, Erreichbarkeit, Sauberkeit, Events und Veranstaltungen hat die Stadt Handlungsmöglichkeiten in eigener Zuständigkeit. Da will ich gerne mit anpacken."
Fotos: BBE-Handelberatung, Michael Kuhlmann

